Kleingärten in der Hitze: Wie viel Bewässerung ist bei Trockenheit noch vertretbar?

Veröffentlicht: 29. Juli 2026

Hitze und anhaltende Trockenheit stellen Kleingärtner in diesem Sommer vor immer größere Herausforderungen. Weil die Sommer zunehmend trocken ausfallen, gießen viele inzwischen anders als gewohnt und suchen nach Wegen, um mit dem knappen Gut Wasser sinnvoll umzugehen, zumal vielerorts inzwischen sogar Verbote greifen.

Wasserentnahmeverbote als neue Realität: Die Trockenheit hat längst behördliche Konsequenzen. Aktuell haben einige Bundesländer die Wasserentnahme per Allgemeinverfügung eingeschränkt. Ein bundesweites Verbot gibt es zwar nicht, doch die Liste wächst von Woche zu Woche. Die Verbote betreffen in der Regel die Entnahme aus Bächen, Flüssen, Seen und Teichen.

Unabhängig davon, ob und welche Verbote vor Ort gelten, lohnt sich für Kleingärtner ohnehin ein Umdenken beim Gießen. Denn ganz gleich, wie streng die Vorgaben ausfallen: Wer folgende Möglichkeiten zum sparsamen und richtigen Umgang mit Wasser nutzt, kommt auch durch einen trockenen Sommer besser hindurch.

So gießt man richtig – und spart Wasser: Die richtige Uhrzeit: Empfohlen wird, früh morgens oder spät abends zu gießen. Zu diesen kühleren Tageszeiten verdunstet deutlich weniger Wasser als in der Mittagshitze. Wer mittags gießt, verliert einen Großteil der Feuchtigkeit, bevor sie überhaupt die Wurzeln erreicht. Das Wasser erwärmt sich zu schnell und verdampft.

Prioritäten setzen: Gemüse und empfindliche Blumen sollten zuerst versorgt werden. Rosen und Bäume kommen mit Trockenphasen in der Regel besser zurecht und können notfalls etwas knapper bedacht werden.

Mulchen nicht vergessen: Wer seine Beete mit Gras- oder Pflanzenresten abdeckt, verlangsamt das Austrocknen der Erde spürbar. Der Boden hält die Feuchtigkeit länger, wodurch seltener nachgegossen werden muss.

Regenfässer als unsicherer Puffer: Viele Kleingärtner setzen traditionell auf Regenfässer, um kein kostbares Leitungswasser zu verbrauchen. In den Hitzewochen im Juni blieben diese jedoch mangels Niederschlag vielerorts leer: Ein Rückhalt, auf den man sich in diesem Sommer kaum verlassen konnte.

Fazit: Wer seinen Garten durch die Trockenperiode bringen will, kommt an zwei Dingen nicht vorbei: gezieltes Gießen zur richtigen Tageszeit statt Gießen nach Gefühl und ein regelmäßiger Blick auf die örtlichen Vorschriften, bevor überhaupt zur Kanne gegriffen wird.