BKD-Austritte mehren sich

Veröffentlicht: 6. Februar 2026

Im organisierten Kleingartenwesen bahnt sich ein deutlicher Umbruch an. Drei Landesverbände – Westfalen und Lippe der Kleingärtner e.V., Sachsen-Anhalt sowie Thüringen – haben angekündigt, den Bundesverband der Kleingartenfreunde Deutschlands (BKD) zu verlassen. Sachsen-Anhalt hatte bereits im Frühjahr 2025 auf einer Mitgliederversammlung beschlossen, den Austritt zum 31. Dezember 2026 zu vollziehen. Der Verband begründet den Schritt mit tiefgreifenden Differenzen: mangelnde Unterstützung bei politischen Themen wie Grundsteuer, Städtebauförderung oder Solaranlagen, außerdem Kritik an Intransparenz innerhalb des BKD. Nach übereinstimmenden Berichten erwägen auch Thüringen und Westfalen-Lippe den Austritt beziehungsweise stellen entsprechende Beschlüsse zur Abstimmung. Beobachter gehen davon aus, dass mehrere Landesverbände dem Beispiel folgen könnten. Der Konflikt verweist auf ein breiteres Stimmungsbild im Kleingartenwesen: Auf vielen Ebenen herrscht Unzufriedenheit, etliche Vorstände fühlten sich bei Problemen von übergeordneten Strukturen allein gelassen. Parallel entstehen neue lokale Zusammenschlüsse wie die Schreberrebellen e.V., der Berliner Verein Brandbrief oder der Leipziger FairBund freier Kleingartenvereine e.V. – weniger als Gegenbewegung, sondern eher als Ausdruck der Suche nach alternativen Lösungswegen.