
Natürliche Mittel gegen Schädlinge: Was im Kleingarten wirklich hilft
Wie die Westdeutsche Allgemeine Zeitung am 06.07.2026 berichtet, machen Schnecken, Läuse, Pilze oder Motten Kleingärtnern in der Wachstumssaison oft zu schaffen. Statt zur Chemiekeule zu greifen, lassen sich viele Schädlinge auch mit einfachen Hausmitteln in den Griff bekommen. Nur bei Pilzbefall führt meist kein Weg an Mitteln aus dem Fachhandel vorbei, da sich Pilze nur schwer bekämpfen lassen.
Schnecken: In heißen, trockenen Sommern treten Schnecken deutlich seltener auf als in feuchteren Jahren. Zum Schutz von Hochbeeten eignet sich ein schmaler Kupferdraht, der leicht unter Strom gesetzt werden kann: Kriechen Schnecken daran hoch, fallen sie wieder ab und kommen so nicht ins Beet. Einfacher umzusetzen sind Zimt, der rund ums Beet gestreut wird, ein Schneckenkragen, eine kleine Plastikschüssel, die um die Pflanze gestellt wird , sowie ätherische Öle oder Neemöl, die die Tiere abschrecken.
Blattläuse: Gegen schwarze Blattläuse hilft aufgekochter, wieder abgekühlter schwarzer Tee, mit dem die befallenen Pflanzen besprüht werden. Bei hellen Läusen genügt oft schon etwas Spülmittel in einer Sprühflasche.
Gespinstmotten: Sie lassen sich einfach mit einem Gummihandschuh von den Pflanzen abstreifen. Wichtig: Da die Raupen Blätter fressen, dürfen sie danach nicht auf den Kompost gegeben werden, dort würden sie sich nur weiter vermehren.
Kräuselkrankheit: Vorbeugend kann Knoblauch kleingeschnitten, aufgekocht und nach dem Abkühlen auf die Blüten gesprüht werden, allerdings bevor diese aufblühen.
Gallmilben: Sie befallen vor allem Him- und Brombeeren, wodurch die Früchte verfaulen und ungleichmäßig reifen. Abhilfe schaffen das Entfernen befallener Beeren sowie der Einsatz von Neemöl.
Apfelwickler: Gegen diesen Schädling an Apfel- und Pflaumenbäumen gibt es Fallen zum Selbstbau, die in den Baum gehängt werden. Ein süßer Duftstoff lockt die männlichen Falter an, die dann an der klebrigen Fallenunterseite haften bleiben und sich nicht weiter fortpflanzen können.
Buchsbaumzünsler: In manchen Kleingartenanlagen konnte dieser Schädling erfolgreich eingedämmt werden, indem sämtliche Buchsbäume in der Umgebung entfernt wurden.
Ein oft unterschätzter Faktor bei der Schädlingsabwehr ist zudem die Düngung: Gut gedüngte Pflanzen können sich selbst besser schützen, sodass es erst gar nicht zu einem Befall kommt. Wer seine Pflanzen regelmäßig im Blick behält, erkennt einen Befall zudem frühzeitig und kann schnell gegensteuern.