Wie sinnvoll ist eine Laubenversicherung?

Veröffentlicht: 25. Februar 2026

Immer wieder werden Kleingartenanlagen zum Ziel von Vandalismus oder Einbrüchen. Auch Sturm, Hagel oder Überschwemmung können erheblichen Schaden anrichten. Viele Kleingärtner überlegen daher, ihre Lauben zu versichern. Auch die Stiftung Warentest rät dazu. Sie hat im Frühjahr 2025 verschiedene Policen verglichen.

Eine Laubenversicherung kombiniert Wohngebäude- und Hausratversicherung: Sie deckt zum einen die Bausubstanz ab, zum anderen Möbel, Gartengeräte und andere Einrichtungsgegenstände. Da in vielen Kleingärten teures Gerät steht und die Lauben oft liebevoll ausgebaut sind, wird der Abschluss einer solchen Police empfohlen.

Als besonders günstigen Tarif nennt Stiftung Warentest „Kombi 2.000 Komfort“ der Feuersozietät: Für eine Versicherungssumme von rund 35.000 Euro fallen etwa 110 Euro Jahresbeitrag an. Vor einer Neu- oder Zusatzversicherung sollten Pächter jedoch zunächst prüfen, ob sie bereits über den Kleingartenverein eine Gruppenversicherung haben, die oft ebenfalls sehr preiswert ist. Anschließend lohnt sich ein Vergleich beider Angebote.

Der Basis-Schutz umfasst Großschäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Hagel sowie den Hausrat. Photovoltaikanlagen sind häufig nur gegen einen Zusatzbeitrag versicherbar, und für Gartenmöbel oder besonders wertvolle Einzelstücke gelten bisweilen Deckelungen. Viele Versicherer bieten deshalb modulare Bausteine an, mit denen man bedarfsgerecht den gewünschten Schutz „zusammenklicken“ kann – ein Blick ins Kleingedruckte ist dabei unerlässlich.

Wer bereits eine Laubenversicherung besitzt, sollte regelmäßig die Höhe der Versicherungssumme überprüfen: Neuanschaffungen oder Ausbauarbeiten können den Wert deutlich steigern – ohne Anpassung droht eine Unterversicherung. Ein Unterversicherungsverzicht sichert im Schadensfall dennoch die volle Leistung, und die übliche Kündigungsfrist von drei Monaten gibt den nötigen Vorlauf für einen Tarifwechsel.

Auch Haftpflichtschäden, etwa wenn ein Baum aus dem eigenen Garten auf ein Nachbargrundstück fällt, sind bei Policen nach den Musterbedingungen des Gesamtverbands der Versicherungswirtschaft meist ausdrücklich mitversichert. So sind Kleingärtner für alle denkbaren Risiken gut gerüstet und vermeiden im Schadenfall teure Lücken.

Fazit: Eine Laubenversicherung sollte jeder Kleingärtner haben – idealerweise mit ausreichend hoher Versicherungssumme, Unterversicherungsverzicht und passender Zusatzdeckung, meint die Stiftung Warentest. Ein jährlicher Tarifcheck schützt vor bösen Überraschungen.