
Landesverband der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt kündigt nun sogar fristlos
Im Bundesverband der Kleingärtner Deutschlands (BKD) rumort es weiter. Der Landesverband der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt (LVGSA e.V.) hat seinen ursprünglich zum 31. Dezember 2026 geplanten Austritt nun fristlos erklärt. Aufgrund einer „nachhaltig gestörten Vertrauensgrundlage“ sei eine Fortsetzung der Mitgliedschaft bis zum Ablauf der regulären Kündigungsfrist unzumutbar geworden.
Der LVGSA begründet diesen Schritt mit einer Vielzahl von Entwicklungen seit dem ordentlichen Austrittsbeschluss: mangelnde Unterstützung des BKD bei zentralen politischen Themen wie Grundsteuer, Städtebauförderung und Solaranlagen sowie fehlende Transparenz innerhalb des Bundesverbandes. Diese Umstände hätten das Vertrauensverhältnis schwerwiegend und dauerhaft beschädigt.
Der fristlose Austritt wurde bereits zum Jahresanfang vollzogen, vorsorglich am 29. Dezember 2025 per Gerichtsvollzieher und Mitte Januar nochmals per Einschreiben. Der BKD hat daraufhin einem Anwalt die Vertretung seiner rechtlichen Interessen übertragen; eine gerichtliche Auseinandersetzung scheint unausweichlich.
Unabhängig davon, wie ein Gericht über die formalen kündigungsrechtlichen Differenzen zwischen dem BKD und dem Landesverband der Gartenfreunde Sachsen-Anhalt urteilt, wird entscheidend sein, wie andere Mitgliedsverbände auf diese Entwicklung reagieren werden. Änderungen in der vielerorts kritisierten Geschäftspolitik des BKD sind lange überfällig.